Fachkräfte gesucht! Im Arbeitsalltag verloren!
Pressemeldung
Wien, 30.06.2026
Neue hokify-Studie Do-it-Jobs Report 2026 zeigt: Geld bleibt wichtig. Doch wer Fachkräfte halten will, muss vor allem den Arbeitsalltag spürbar erleichtern – mit Entlastung, Vorsorge, Verpflegung, Gesundheitsförderung und funktionaler Ausstattung.
Fachkräfte fehlen in Österreich an allen Ecken und Enden. Gleichzeitig zeigt der neue Do-it-Jobs Report 2026 von hokify: Viele Unternehmen haben mehr Hebel in der Hand, als sie glauben. Denn Fachkräfte entscheiden nicht nur nach Gehalt. Sie bleiben dort, wo der Arbeitsalltag funktioniert!
54,3 % der Arbeitnehmer:innen in Do-it-Jobs würden an ihrem Beruf vor allem die Bezahlung ändern. Doch Geld allein löst das Problem nicht: 19,0 % würden die Arbeitsweise ändern, 11,8 % den Zeitrahmen. Nur 13,0 % würden nichts ändern.
„Viele Unternehmen suchen die Ursache des Fachkräftemangels zuerst am Arbeitsmarkt. Dabei beginnt die Lösung oft im eigenen Betrieb. Wer Fachkräfte halten will, muss ihren Arbeitsalltag erleichtern – nicht nur Stellenanzeigen attraktiver formulieren“,sagt Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify.
Schöne Worte halten keine Fachkräfte. Entlastung schon.
Menschen in Do-it-Jobs halten Österreichs Alltag am Laufen: Sie verkaufen, pflegen, bauen, reinigen, liefern und organisieren. Genau diese Fachkräfte werden überall gesucht. Doch halten lassen sie sich nicht mit Benefits von der Stange. Entscheidend ist, was ihren Arbeitsalltag tatsächlich entlastet: ausreichend Erholung durch planbare Pausen, funktionale Arbeitskleidung und Verpflegung am Arbeitsplatz, Gesundheitsangebote und Vorsorgeleistungen, die Sicherheit geben.
Das zeigt auch die aktuelle Civey-Erhebung im Auftrag von hokify: Drei zusätzliche Urlaubstage nennen 30,2 % als relevanten Benefit, zusätzliche Pensionsvorsorge 28,4 %, Mittagessen bzw. Verpflegung 25,2 %. Finanzielle Boni bei Zielerreichung bleiben mit 40,8 % wichtig, wirken aber vor allem im Zusammenspiel mit Maßnahmen, die Erholung, Sicherheit und Alltagstauglichkeit verbessern.
Entlastung ist kein Standardpaket.
Was Fachkräfte entlastet, unterscheidet sich je nach Tätigkeit und Lebensphase. Bei Grey-Collar-Beschäftigten sind finanzielle Boni (46,9 %), Pensionsvorsorge (33,3 %) und Gesundheitsförderung (28,1 %) besonders relevant. Bei Pink-Collar-Beschäftigten zählen neben finanziellen Boni (38,3 %) vor allem zusätzliche Urlaubstage (33,6 %) und Verpflegung (28,5 %).
Auch das Alter verändert den Blick: Für 18- bis 29-Jährige sind zusätzliche Urlaubstage besonders relevant (40,6 %), für 50- bis 64-Jährige die zusätzliche Pensionsvorsorge (42,1 %). Die zentrale Erkenntnis: Wer Fachkräfte halten will, muss verstehen, was belastet. Im Job und in der jeweiligen Lebensphase.
Dienstkleidung ist kein Nebenschauplatz.
Was täglich getragen und genutzt wird, entscheidet mit. Dienstkleidung, Werkzeug und Ausstattung sind Teil der Arbeitsqualität.
Insgesamt ist nur rund die Hälfte der Befragten mit der Qualität und Funktionalität ihrer Dienstkleidung zufrieden (49,8 %), 18,0 % sind unzufrieden, 16,0 % unentschieden. Zwischen den Tätigkeitsgruppen zeigt sich ein deutliches Gefälle: 59,8 % Zufriedenheit bei Blue-Collar, 55,2 % bei Grey-Collar, aber nur 43,4 % bei Pink-Collar.
Die Daten machen deutlich: Dienstkleidung wird weniger als Identitätsanker verstanden, sondern vor allem praktisch bewertet. Sie soll professionell wirken, bequem sein und im Arbeitsalltag funktionieren. Wer Fachkräfte entlasten will, sollte deshalb auch bei Kleidung, Werkzeug und Ausstattung genauer hinsehen.
„Ein einzelner Benefit löst keinen Fachkräftemangel. Aber Unternehmen haben mehr Einfluss, als sie oft glauben. Wer Fachkräfte halten will, muss dort ansetzen, wo der Arbeitsalltag fordert: bei Entlastung, Vorsorge, Ausstattung und Anerkennung. Dort entscheidet sich, ob Menschen kommen, bleiben oder weiterziehen“, so Perfahl-Strilka abschließend.
Über die Studie
Der Do-it-Jobs Report 2026 von hokify basiert auf einer aktuellen Civey-Erhebung unter 500 Beschäftigten und Jobsuchenden in Do-it-Jobs in Österreich (Jänner 2026, Fehlertoleranz ±4,4 %). Ergänzend werden Vergleichsdaten einer Vorjahreserhebung herangezogen (Civey, April 2025, n=500, AT, ±4,4 %), die zusätzliche Themenbereiche wie Wechselgründe und Arbeitgeberwechsel-Trigger abdeckt. Beide Erhebungen wurden von Civey im Auftrag von hokify durchgeführt und sind repräsentativ aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen.